Der Sternhimmel im Dezember / Januar

Zum Jahreswechsel erwarten uns die längsten Nächte des Jahres, es wird früh und bleibt lange dunkel. Viel Zeit sich dem Sternhimmel zu widmen. Besonders markant ist in dieser Zeit das "Wintersechseck", das aus den besonders hellen Sternen Capella, Pollux, Procyon, Sirius, Rigel und Aldebaran gebildet wird. Die Wintermonate sind die hohe Zeit der Offenen Sternhaufen, von denen es jetzt reichlich als schöne Fernglasobjekte am Himmel zu beobachten gibt. Neben dem Doppel-Sternhaufen h+chi Persei, der zirkumpolar und damit ganzjährig zu beobachten ist, fallen besonders die "Plejaden" (M45) und "Hyaden" auf, die gut mit bloßem Auge sichtbar sind. Ebenfalls lohnenwert sind die Offenen Sternhaufen M35 im Sternbild Zwillinge und dicht beeinander M37, M36 und M38 im Sternbild Fuhrmann.



Ein Highlight im Dezember könnte der Komet 46/P Wirtanen werden, der Mitte des Monats sogar mit bloßem Auge sichtbar sein könnte. Allerdings sind Kometen immer etwas unberechenbar - manchmal werden sie heller als erwartet, manchmal bleiben sie bezüglich der Helligkeit hinter den Vorhersagen zurück.



Weiterhin beachtet werden sollten auch die "Andromeda-Galaxie" M31, die unter guten Bedingungen schon mit bloßem Auge sichtbar ist und natürlich der "Orion-Nebel" M42, der schon im kleinen Fernglas als Nebel erkennbar ist.

Anfang Dezember erscheint gegen 22:30 Uhr im Ostsüdosten Sirius, mit -1,4.Größe der hellste Stern des Himmels, zum Jahreswechsel sogar schon 2 Stunden früher.

Weitere Informationen zum aktuellen Sternhimmel und zur Sichtbarkeit der Planeten finden Sie bei der Vereinigung der Sternfreunde e.V. und auf der BRESSER Sky Guides-Seite.

Alle Zeitangaben in MEZ.

Mondlauf

07.12., 08:20 Uhr MEZ,   Neumond
22.12., 18:49 Uhr MEZ,   Vollmond
06.01., 02:28 Uhr MEZ,   Neumond
21.01., 06:16 Uhr MEZ,   Vollmond

(Quelle: Himmels-Almanach 2018)


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